Hip Hop Tanzschritte mit Namen - Hip Hop Tanzen lernen für Anfänger
- Alicia Janine Gresele
- 28. Juni
- 6 Min. Lesezeit

Du möchtest Hip Hop tanzen lernen?
Du suchst Hip-Hop-Tanzschritte für Anfänger?
Dann bist du hier genau richtig!
Genau dafür habe ich dir in diesem Artikel einige der wichtigsten Tanzschritte im Hip Hop zusammengestellt – einfach erklärt und zum sofort loslegen!
Los geht´s!
Was dich erwartet:
Hip Hop Tanzen lernen
Hip Hop ist nicht nur ein Tanzstil, sondern eine weltweite Kultur. Neben dem Tanz gehören die Elemente DJing, MCing (Rap) und Graffiti (auch Breaking und Street Knowledge) zur Hip-Hop-Kultur.
Der Tanzstil selbst wird oft unterschieden in “Old School”, “Middle School” und “New School”. Um dir einen guten Überblick über die Hip-Hop-Styles zu geben, habe ich dir dafür jeweils zwei Tanzschritte aus jeder Ära zusammengestellt.
Viel Spaß!
Tanzen lernen als Anfänger
Wenn du Anfänger bist, gilt für alle Schritte: Nicht entmutigen lassen!
Am Anfang fühlen sich viele Hip-Hop-Grooves, Bounces und Bewegungen ungewohnt und “nicht richtig” an.
Das ist normal!
Ich selbst erinnere mich noch gut daran, wie überfordernd es sich am Anfang angefühlt hat. Auch bei meinen Tanzschülern habe ich diesen Blick oft gesehen: panisch, unsicher und peinlich berührt, weil es nicht direkt so aussah wie gedacht.
Lass dich davon nicht abhalten!
Trust the process – es wird besser.
Irgendwann merkst du plötzlich, dass sich dein Groove natürlicher anfühlt und dein Körper automatisch lockerer wird. Deshalb: einfach weitermachen, regelmäßig üben und nicht zu streng mit dir selbst sein.
Übung macht den Meister.
Don’t give up!
Hip Hop Tanzschritte
Old School Hip Hop
Old School Hip-Hop entstand vor allem in den 70er- und 80erjahren und reicht bis in die 90er. Die Tanzschritte basieren häufig auf Party-Dances, einfachen Grooves, Bounce und lockerem Freestyle-Feeling. Viele dieser Moves wurden in Clubs und auf Partys getanzt.
Happy Feet (Old School)
Ursprünglich im Jazz-Dance entstanden, entwickelten House- und Hip-Hop-Tänzer den Tanzschritt weiter und ergänzten ihn um schnelle Sprünge, sodass er perfekt zu den schnellen Beats der Clubmusik passt.
Anleitung
Stehe mit beiden Füßen nebeneinander, leicht gebeugte Knie und einem lockerem Bounce
Hebe deine rechten Zehen an, sodass nur die Ferse den Boden berührt und drehe auf der Ferse die Zehenspitzen nach rechts
Gleichzeitig stellst du deinen linken Fuß auf die Zehen, hebst deine Ferse an und drehst sie auch nach rechts.
Jetzt drehst du beide Füße wieder nach vorne in die Ausgangsposition
Seitenwechsel: Wechsel die Füße (linke Zehen anheben und nach links, rechte Ferse anheben und nach links)
Wieder zurück in die Ausgangsposition
Beide Füßen auf die Zehen
Ausgangsposition
Beide Füße auf die Ferse
Ausgangsposition
Der Fokus liegt hier auf den Füßen. Die Arme sind frei.
Tipp
Übe diese typischen „Happy Feet“-Positionen zuerst einzeln und langsam. Sobald sie sitzen, kannst du schneller werden und später in die Positionen hineinspringen.
Cabbage Patch (Old School)
Der Cabbage Patch gehört zu den typischen Party-Moves der 80er. Bekannt wurde dieser Move durch die Rapgruppe “Gucci Crew II” aus Miami. Der Name selbst kommt von der populären Puppenreihe “Cabbage Patch Dolls” (nicht googeln, die sehen verdammt gruselig aus…).
Anleitung
Stehe etwas mehr als schulterbreit, leicht in die Knie und bouncen
Hebe deine Arme angewinkelt vor die Brust, Ellenbogen nach Außen, Hände nebeneinander zu Fäusten
Kreise deine Arme flach vor der Brust indem du sie streckst und beugst
Lehne deinen Oberkörper immer leicht von deinen Armen weg.
Verlagere dabei abwechselnd dein Gewicht von rechts nach links.
Hebe immer die Ferse an, die zur Armrichtung passt
Arme rechts = rechte Ferse oben.
Arme links = linke Ferse oben.
Arme vorne = beide Füße am Boden.
Tipp
Starte zuerst nur mit den Armen. Danach die Gewichtsverlagerung und Fersen dazu nehmen.
Variationen
Füße bei Gewichtsverlagerung anheben / springen
Kombination mit Reebok
Middle School Hip Hop
Middle School entwickelte sich vor allem in den 90erjahren weiter. Die Schritte wurden dynamischer, schneller und oft stärker von Musikvideos, Social Dances und Hip-Hop-Kultur geprägt. Typisch sind lockere Armbewegungen, Groove und erste komplexere Kombinationen.
Bart Simpson (Middle School)
Inspiriert von der Serie „Die Simpsons“ spiegelt dieser Move die legendäre Haltung von Bart beim Skateboard fahren wieder.
Anleitung
Starte mit einem lockeren Step Touch
Arme vor die Brust, Ellenbogen nach außen auf Schulterhöhe, Unterarme zeigen nach unten.
Steppe nach rechts und drehe dabei deine Hüfte und Knie unbedingt auch mit.
Bewege deine Arme sich entgegengesetzt zur Seite. Ellenbogen bleiben oben.
Kopf und Blick folgen immer deiner Bewegungsrichtung
Schließe deine Füße indem du deinen linken Fuß ranziehst.
Drehe deinen Körper wieder nach vorne und bewege deine Arme nach oben
Seitenwechsel: Steppe jetzt nach links und ziehe den anderen Fuß hinterher.
Wiederhole den Wechsel von rechts nach links im Groove.
Tipp
Übe zuerst nur die Arme und nimm später die Beine und Hüftdrehung dazu.
Der Move lebt von der Hüftrotation und dem mitgehendem Blick. Lockere Bewegungen lassen die Bewegung erst nach einem richtigen Hip Hop Tanzschritt aussehen.
Variationen
Double Step
Kombination mit Skate-/Slide-Moves
Butterfly (Middle School)
Dieser Tanzschritt ist direkt von der Natur inspiriert: Der Flügelschlag eines Schmetterlings.
Anleitung
Stelle dich schulterbreit leicht auf deine Zehen und mit gebeugten Beinen
Öffne deine Knie weit auseinander und mache mit den Armen einen großen Bogen von außen
Jetzt führe die Knie ganz nah aneinander und schließe die Arme mit dem Bogen nach innen
Arme und Beine bewegen sich gemeinsam als als wären sie an durchsichtigen Fäden verbunden wie ein Schmetterling (Butterfly) mit den Flügeln schlägt
Tipp
Da du auf Zehenspitzen stehst, kann der Move am Anfang ein bisschen wackelig sein, deswegen: Spanne deinen Bauch an!
Ansonsten ist das eine weiche, groovige Bewegung. Das Gefühl dafür ist Übungssache!
New School Hip Hop
New School entstand ab den 2000ern und verbindet moderne Clubstyles, schnelle Footworks und kreative Freestyle-Elemente. Die Bewegungen sind oft energiegeladener, detailreicher und stärker von Individualität und persönlichem Style geprägt.
Monastery (Middle School)
Der Monastery wurde nach dem beliebten Tanzclub “Club Monastery” in St. Louis benannt. Manche kennen ihn auch als “Chicken Head” - allerdings gibt es da kleine Unterschiede.
Anleitung
Starte mit leicht geöffneten Beinen und einem lockerem Bounce.
Verlagere dein Gewicht auf ein Bein. Die andere Fußspitze bleibt locker frei am Boden.
Drehe das freie Knie nach innen und wieder nach außen.
Wechsle direkt zur anderen Seite.
Die Arme und Schultern bewegen sich locker in kleinen Kreisbewegungen mit den Knien mit.
Wiederhole den Wechsel von rechts nach links im Groove.
Tipp
Beim klassischen Monastery liegt der Fokus auf den Beinen. Die Arme sind locker und könnten theoretisch noch zum “Drink halten” genutzt werden.
Starte daher zuerst nur mit den Beinen. Sobald die Kniebewegung sitzt, kannst du Arme und Schultern locker dazu nehmen. Hier kannst du kreativ werden!
Variationen
Chicken Head (Double Bounce, "pickender" Kopf )
Single Double / Single Single Double Double
Millie Rock (Middle School)
Bekannt wurde dieser Move durch den Song und das Musikvideo „Milly Rock“ des Rappers 2 Milly. Es ist ein lässiger Tanz, bei dem der Fokus überwiegend auf den Armen liegt.
Anleitung
Beginne mit einem Step Touch von Seite zu Seite.
Step nach rechts und rolle deine Unterarme nach vorne eng übereinander.
Schließe deine Füße mit links und wische deinen rechten Arm in einer “C"-Form von rechts außen nach innen, bis deine Hand fast auf deiner linken Schulter endet
Seitenwechsel: Öffne deine Beine mit dem linken Fuß und rolle wieder die Unterarme
Wenn dein rechter Fuß wieder schließt, wischt du deine Arme in der “C-Form” von links
Tipp
Stell dir bei der Rollbewegung des Unterarms vor, dass ein Widerstandsband um deine Unterarme liegt – die Bewegung sollte also eng und kontrolliert bleiben.
Variationen
Swipe Only (keine Unterarm-Rollbewegung)
Sidenote: Diese Tanzschritte sind dafür gedacht, dass du deinen Freestyle verbessern kannst. Daher ist folgendes wichtig: Die Schritte sollen dir helfen, nicht einschränken! Es geht immer noch um eine Kunstform, bei der du unbedingt kreativ sein darfst! Genau diese Kreativität und Vielfalt hat diesen Tanzstil überhaupt geprägt. Wer weiß, vielleicht kommt ja der nächste Hip Hop Tanzschritt von dir? ;)
Quellen
In diesem Artikel basieren viele der Informationen und Ratschläge auf eigener Erfahrung durch langjähriges Studium, Ausbildung, Weiterbildung und Berufserfahrung.
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